BMW bei der Mille Miglia 2011

 

Am Steuer Adrian van Hooydonk, daneben Alfredo Häberli

Zur Mille Miglia 2011 entsandte BMW gleich drei Design-Größen: In einem weißen BMW 328, der 2011 sein 75-jähriges Jubiläum feiert, bestritten BMW Group Chefdesigner Adrian van Hooydonk und der Schweizer Industriedesigner Alfredo Häberli das bekannteste Oldtimer-Rennen der Welt.
  
Adrian van Hooydonk ist das Rennen bereits im vergangenen Jahr gefahren. Über seinen Co-Piloten 2011 freute er sich besonders: „Ich schätze Alfredo Häberli schon seit langem für seinen Design-Stil ­- edel, schlicht, mit Humor und viel Sinn fürs Detail.“ Van Hooydonk und Häberli kennen sich seit vielen Jahren und pflegen einen beruflichen Austausch, der gegenseitig inspiriert und neue Wege eröffnet.

So beauftragte van Hooydonk seinen Kollegen, anlässlich der Mille Miglia 2011 eine Lederjacke zu entwerfen. Das von Häberli kreierte Modell zeichnet sich durch eine klassisch klare Silhouette aus, die den Blick auf das hochwertige Leder, den schmalen Stehkragen und die aufwändigen Verarbeitungsdetails lenkt. Das zeitlos-moderne und gleichzeitig funktionelle Design der Jacke steht symbolisch für den gestalterischen Ansatz Häberlis, der sich künftig vermehrt mit dem Interpretieren von Klassikern befassen will. „Es freut mich, dass wir Häberlis Mille Miglia-Jacke während der Rallye testen konnten. Sie hat sich als hochfunktionell erwiesen und zeigt das professionelle Können ihres Designers“, so van Hooydonks Fazit. Gefertigt hat das Modell Lederspezialist Meindl, in einer exklusiven Auflage von nur zwei Stück.

„Für mich war das Rennen eine Premiere“, sagte der seit Kindertagen rennsportbegeisterte Häberli. „Besonders gefreut hat mich, die Mille Miglia mit Adrian van Hooydonk zu fahren. Daneben war es natürlich eine großartige Gelegenheit, die zahlreichen Oldtimer zu studieren. Sie verbinden Emotion und Funktion – beides Kriterien, auf die ich viel Wert lege.“ Sein jüngster Entwurf unterstreicht Häberlis Worte, denn das Mille Miglia-Jackenmodell weist neben einer besonderen Ästhetik auch „unsichtbare“ Details wie einen integrierten, verstellbaren Nierenschutz auf. Ein ebenso funktionaler Weekender sowie ein Kleidersack komplettieren die Serie.
  
    


Der BMW 328 ist eine Automobil-Legende, nicht zuletzt gilt er als erfolgreichster Sportwagen der 1930er Jahre – zur Erinnerung schickt BMW in diesem Jahr zwölf Exemplare ins Rennen. 1936 erstmals gebaut und als schneeweißer Roadster präsentiert, feiert der BMW 328 aktuell sein 75-jähriges Jubiläum. Auch nach Jahrzehnten gilt der offene Zweisitzer als zeitlos schön. Wie kaum ein Automobil seiner Zeit verkörperte er Ästhetik, Dynamik und Innovation – Werte, für die BMW bis heute steht.

Das Oldtimer-Rennen Mille Miglia führt über eine Strecke von 1000 Meilen (ital.: Mille Miglia), rund 1.600 km, von Brescia nach Rom und wieder zurück. Das traditionelle Straßenrennen, das 1927 zum ersten Mal durchgeführt wurde, zielte bis zu seinem letzten Durchlauf 1957 auf Schnelligkeit. Nach einer Pause startet seit 1977 eine jährliche Wiederauflage des Rennens in historischen Automobilen, das Disziplinen wie Gleichmäßigkeit und Durchhaltevermögen in den Vordergrund stellt. Jedes Jahr verfolgen Hunderttausende Beobachter die historische Parade, die Teilnehmer stammen aus aller Welt. 2011 führte die Strecke in zwei Tagesetappen von Brescia über Ferrara und Bologna nach Rom direkt zu Engelsburg. Von dort ging es am dritten Tag über Siena und Florenz zurück zum Ausgangspunkt Brescia.




Über Adrian van Hooydonk: Seit 2009 ist er Leiter BMW Group Design und verantwortet heute die Gestaltgebung der Automarken BMW, MINI und Rolls Royce. Geboren 1964 in den Niederlanden, studierte er Industriedesign an der Delft Polytechnic University, später Automobildesign am Art Center Europe in Vevey, Schweiz. Mit richtungsweisenden Concept Cars wie dem BMW Vision EfficientDynamics zeigt van Hooydonk die Mobilität der Zukunft auf.
   
Über Alfredo Häberli: Alfredo Häberli gehört seit Jahren zur internationalen Spitze der Produktdesigner. 1964 in Buenos Aires geboren, zog er 1977 in die Schweiz, wo er die Höhere Schule für Gestaltung in Zürich absolvierte. Typisch für sein Design sind traditionelle wie innovative Elemente, häufig geprägt von spielerisch-emotionalen Ansätzen. Häberli gilt als vielseitiger Designer, dem es immer wieder gelingt, mit neuen Ideen zu überraschen. Er arbeitet für Firmen wie Alias, Camper, Iittala, Kvadrat, Luceplan und Moroso.

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